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Regionalwährung Regionalwährung (auch Regionalgeld oder Komplementärwährung) ist ein zwischen Verbrauchern, Anbietern, Vereinen und Kommunen in der Regel demokratisch vereinbartes Medium, das innerhalb einer Region auf Grundlage eines Wertestandards als Zahlungs-, und Schenkungsmittel verwendet wird und bewirken soll, dass sich der Lebensstandard in der Region auf Dauer positiv entwickelt. Regionalwährungen funktionieren zinslos (z.B.www.wir.ch). Damit fungieren sie als Zahlungsmittel und eignen sich nicht als Spekulationsmittel wie die herkömmlichen globalen Währungen. Sie dienen auch als Finanzierungsmittel und sind mit einem Regional-Beitrag versehen, der u.a. gemeinnützigen Organisationen in der Region zu Gute kommt. Der Wertestandard von Regionalwährungen (siehe www.regionetzwerk.de/149.0.html) erfüllt in hohem Maße die Kriterien des Nachhaltigkeit-Leitbildes der Lokalen Agenda 21:
ökonomisch: - Netzwerk-Strukturen regional ansässiger kleiner und mittlerer Unternehmen werden gefördert - Regionale Wertschöpfungsketten werden sichtbar und gestärkt, regionale Produkte und Dienstleistungen geraten stärker in den Fokus - Kaufkraft bleibt in der Region - Regionale Arbeitslosigkeit wird gesenkt - Es entstehen neue zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeiten für klein- und mittelständische Unternehmen in der Region - Währungswettbewerb bewirkt komplementäres Gegengewicht zu globalisierten Wertschöpfungsketten, die z.T. Nettoverluste insbesondere für ländliche Regionen bedeuten - Verbesserung der Zahlungsmoral zwischen den Teilnehmern aufgrund fehlender Anlagemöglichkeit in spekulativen Märkten
ökologisch: - Regionale Wertschöpfungsketten senken das Transportaufkommen, dadurch Einsparungen von Energie und Schadstoffemissionen - Die erhöhte Transparenz regionaler Wertschöpfungsketten führt zur besseren Kontrolle der Produktions- Bedingungen in Bezug auf Umweltverträglichkeit und sozialer Standards - Durch kleinere Abnahmemengen steigen die Möglichkeiten zur Herstellung individueller Produkte, die Erwartungen und Bedürfnissen der lokalen Kunden besser gerecht werden und zum Erhalt regionaltypischer Eigenheiten beitragen - Die Lebens- und Aufenthaltsqualität einer Region wird verbessert
sozial: Die erhöhte Transparenz regionale Netzwerkstrukturen sorgt für eine engere Verbindung von Produzenten untereinander sowie Produzenten und Konsumenten. Es entsteht ein Gegengewicht zur zunehmenden Anonymität globaler Wertschöpfungsketten. Der integrierte Spendenautomatismus stärkt und fördert gemeinnützige Einrichtungen der Region Regionale Geldsysteme entstprechen dem Prinzip der Subsidiarität und stehen der Behauptung politischer Alternativlosigkeit entgegen, wonach globale finanzpolitische Sachzwänge gleichsam als Naturgesetz gelten. Somit erweitern sie den demokratischen Handlungsspielraum der Menschen in einer Region. Regionale Geldsysteme stärken die regionale Identität und erhöhen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen in der Region.
Die Meppener Lokale Agenda 21 hat einen eigenen Arbeitskreis “Emstaler” eingerichtet. Der AK steht derzeit in Verhandlungen mit einem möglichen Kooperationspartner aus der Region. Gemeinsam werden zur Zeit die Chancen und Modalitäten der angestrebten Umsetzung ausgelotet. Weitere Informationen unter: www.emstaler.de.
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